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Erlangen ist eine Großstadt in Bayern. Sie liegt in Mittelfranken nördlich von Nürnberg und damit in der Metropolregion Nürnberg. Sie ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Mittelfranken.

Erlangen ist die kleinste der insgesamt acht Großstädte in Bayern.


Im Jahr 1974 überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000.


Zwei Einrichtungen prägen die Stadt: die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in der Mitte der als Planstadt (Schachbrettmuster) nach 1700 gewachsenen Residenzstadt der damaligen Markgrafen und verschiedene Niederlassungen des Elektrokonzerns Siemens.

Vor allem im Stadtbild, aber auch in manchen ursprünglich französischen Familiennamen ist immer noch ein historisches Ereignis als prägend für Erlangen spürbar: die Ansiedlung von Hugenotten nach der Rücknahme des Edikts von Nantes im Jahre 1685. Dies führt auch dazu, dass wir es hier mit einer evangelisch geprägten Stadt zu tun haben, soweit Kirchen überhaupt noch als prägend wahrgenommen werden.

Zwei Bauwerke sollten vorab nacherwähnt werden: der Kanal und der Frankenschnellweg/Autobahn

Geografie Bearbeiten

Geografische Lage Bearbeiten

Erlangen liegt größtenteils östlich der Regnitz. Die Innenstadt und die angrenzenden Stadtteile sind meistens eben. Die höchste Erhebung ist der Burgberg.

Ausdehnung des Stadtgebiets Bearbeiten

Die Stadtteile von Erlangen heißen:

Die Erlanger Innenstadt ist seit ca. 1700 weitgehend durch schachbrettartig angeordneten Längs- und Querstraßen gegliedert worden, so dass man sich dort schnell zurecht finden kann. Der Fachausdruck dafür heißt Planstadt. Manche verlieren aber genau wegen dieser Ähnlichkeiten die Orientierung. Landmarken: ………

Nördlich der Innenstadt befindet sich das zur Universität gehörende Schloss mit dem öffentlich zugänglichen Schlossgarten

Der Ortsteil Alt-Erlangen (westlich der Regnitz) sollte nicht mit der eigentlichen und inzwischen deutlich größeren Fläche der Erlanger Innenstadt verwechselt werden.

Straßen, StraßenverkehrBearbeiten

Eingemeindungen Bearbeiten

1978 wurden u. a. eingemeindet:

Einige immer noch gebräuchliche Namen von (historischen) Ortslagen wurden bei den amtlichen Bezeichnungen nicht berücksichtigt:

* Erba-Siedlung (in der Gemarkung Bruck, am Anger)

* Essenbach (am Burgberg, nördlich der Schwabach)

* Heusteg (in der Gemarkung Großdechsendorf)

* Königsmühle (in der Gemarkung Eltersdorf)

* Paprika-Siedlung (in der Gemarkung Frauenaurach, auf der ehemaligen Hutweide bei Schallershof)

* Schallershof (in der Gemarkung Frauenaurach)

* Siedlung Sonnenblick (in der Gemarkung Büchenbach)

* Stadtrandsiedlung (in der Gemarkung Büchenbach)

* St. Johann (im Statistischen Bezirk Alterlangen)

* Werker (am Burgberg, östlich der Regnitz)

Einwohnerentwicklung Bearbeiten

In Erlangen ist fast jeder vierte Einwohner Student. Das führt einerseits dazu, dass Erlangen einen vergleichsweise niedrigen Altersdurchschnitt hat, andererseits dazu, dass viele Erlanger nicht aus Erlangen stammen und/oder hier (vorübergehend) einen Zweitwohnsitz haben.

Der in Erlangen stark vertretene Siemens-Konzern führt ebenfalls dazu, dass viele Personen aus beruflichen Gründen aus großer Entfernung zuziehen und mit der Zeit zu Wahl-Erlangern werden.

Auch das Freizeitangebot ist stark an einem studentischen Publikum ausgerichtet.

Politik Bearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

- Siegfried Balleis

Stadtrat Bearbeiten

Eine Erlanger Besonderheit ist die Grüne Liste. Sie existierte bereits vor der Gründung der Grünen und führt auch jetzt noch gegenüber den Bündnisgrünen ein Eigenleben. Mit dem jetzt in Nürnberg praktizierenden Arzt Wolfgang Lederer zog im Jahr 1978 erstmals ein Grüner in ein bayerisches Stadtparlament ein. Da bei der Grünen Liste bis heute noch das Rotationsprinzip praktiziert wird (die jeweiligen Stadträte scheiden offiziell allerdings aus „beruflichen Gründen“ oder aus „gesundheitlichen Gründen“ aus), folgte nach einem Jahr der Chemiker Peter Pluschke auf Lederer nach. Pluschke stieg in Nürnberg zum Leiter des Chemischen Untersuchungsamtes auf und wurde am 1. Mai 2008 der erste grüne Umweltreferent von Nürnberg.

Bei der Kommunalwahl am 2. März 2008 wurde Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU) im Amt bestätigt. Er erzielte 55,7 Prozent. Ursula Lanig (SPD) kam auf 33,2 Prozent, Helmut Wening (Grüne Liste) auf 7,1 Prozent und Jutta Helm (ÖDP) auf 4,0 Prozent.

Der Erlanger Stadtrat ist auch nach den Kommunalwahlen 2008 maßgeblich unter CSU-Einfluss.

Im Stadtrat ist die CSU seitdem mit 22 Sitzen (minus 2) vertreten, die SPD mit 11 (minus 3), Grüne Liste 6 (plus 1), FDP 4 (plus 1), FWG 1 (wie bisher), ÖDP 2 (plus 1), erli 2 (bisher nicht vertreten).

In den letzten Jahrzehnten stellten CSU und SPD abwechselnd den Oberbürgermeister, wobei die Bürgermeister im Allgemeinen auf eine lange Amtszeit kamen.


Nachbarorte Bearbeiten

Städtepartnerschaften Bearbeiten

Mit folgenden Städten ist Erlangen eine Städtepartnerschaft eingegangen:

- Eskilstuna (Schweden), seit 1961
- Rennes (Frankreich), seit 1964
- Wladimir (Russland), seit 1983 beziehungsweise 1987
- Jena (Thüringen), seit 1987
- Stoke-on-Trent (England), seit 1989
- San Carlos (Nicaragua), seit 1989
- Beşiktaş (Stadtbezirk von İstanbul, Türkei), seit 2003

Zudem bestehen Partnerschaften mit:

- Venzone (Italien)
- Shenzhen (Volksrepublik China), Regionalpartnerschaft seit 1997
- Richmond, (Virginia, USA), Kooperationsvereinbarung seit 1998
- Cumiana (Italien), Freundschaftsstadt seit 2001
- Adschman (Vereinigte Arabische Emirate), Kooperationsvertrag seit 2005
- Umhausen (Österreich), Partnerschaftliche Vereinbarung seit 2006


Kultur und Sehenswürdigkeiten Bearbeiten

Theater Bearbeiten

Museen Bearbeiten

Musik Bearbeiten

zum Beispiel Orchester, Chöre, Vereine etc. Liste fehlt noch

Zu weltweiter Bekanntheit gelangte die am 1. Januar 1946 in Erlangen gegründete Fränkische Musikinstrumentenerzeugung Framus.

Bauwerke Bearbeiten

Zur Geschichte der Stadt Bearbeiten

  • Geschichte von Erlangen
  • Bei Wikipedia steht mehr zur: Allgemeine Geschichte der Stadt, Ur- und Frühgeschichte, Von der Villa Erlangen bis zum Dreißigjährigen Krieg, Die Gründung der Neustadt 1686, Erlangen im Königreich Bayern, Weimarer Republik,in der Zeit des Nationalsozialismus, Erlangen nach dem Zweiten Weltkrieg, Geschichte der Erlanger Garnison und über die Geschichte der Erlanger Universität
  • Religionsgemeinschaften
    • Katholisch

Erzbistum: Bamberg Dekanat: mehrere Pfarreien Evangelisch-Lutherische

    • Evang-Lutherische Landeskirche Bayern

Kirchenkreis Bayreuth Dekanat: Pfarreien

Erlangen hat seit der Ansiedlung von Hugenotten eine starke evangelische Tradition. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Zahlen für Katholiken und Protestanten durch Zuzüge und Eingemeindungen angenähert.

Seit 1980 gibt es auch islamische Moscheevereine und seit 2000 auch wieder eine jüdische Gemeinde am Ort (Jüdische Kultusgemeinde Erlangen e.V.: Internetauftritt)

Gaststätten, Hotels Bearbeiten

Parks Bearbeiten

Der beliebteste und bekannteste Park ist der Schlossgarten.

Naturdenkmäler Bearbeiten

Sport Bearbeiten

In Erlangen gibt es eine Vielzahl von Sportvereinen, die im Sportverband Erlangen zusammengeschlossen sind. Darunter sind sowohl die großen allgemeinen Sportvereine wie der Turnverein 1848 (TV 1848), der Turnerbund 1888 (TB 1888), die Sportgemeinschaft Siemens (SGS), die Spielvereinigung 1904 (SpVgg), der Fußball- und Sportverein Erlangen-Bruck (FSV Bruck) und der Allgemeine Turn- und Sport-Verein 1898 Erlangen (ATSV), aber auch kleinere Vereine mit spezieller Ausrichtung, wie zum Beispiel der Tanz-Turnier-Club Erlangen (TTC Erlangen) oder der 1. Erlanger Squash Club (1. ESV).

Regelmäßige Veranstaltungen Bearbeiten

Kulinarische Spezialitäten Bearbeiten

Wirtschaft und Infrastruktur Bearbeiten

Verkehr Bearbeiten

  • Bahn: Erlangen ist Haltestelle an der ICE-Bahnstrecke Nürnberg-Berlin. Die Lokalbahnen nach Herzogenaurach und Eschenau - letztere als Seekuh bekannt - sind längst stillgelegt. Ein Neubau im Rahmen der geplanten Stadt-Umland-Bahn wird diskutiert.
  • Auto: Erlangen ist über die Autobahnen A3 (Nürnberg-Würzburg-Frankfurt) und A73 (Frankenschnellweg, Nürnberg-Bamberg-Suhl) an das deutsche Fernstraßennetz angeschlossen.
  • Nahverkehr: Im Stadtverkehr bietet Erlangen ein dichtes Busnetz. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde auch das Radwegenetz ausgebaut, sodass der Erlanger Stadtverkehr einen hohen Fahrrad-Anteil aufweist.

Einkaufen Bearbeiten

Erlangen war, was den Einzelhandel betrifft, lange Zeit eher kleinstädtisch und kleinräumig aufgestellt. Bezeichnend, dass um die Jahrhundertwende die Kaufhäuser "Kaufhof" und "Heka" am Hugenottenplatz kurz nacheinander schließen mussten. Hauptattraktionen am zentralen Platz Erlangens sind seitdem Sparkasse, Thalia-Buchhandlung und McDonald`s.

Unter großen Schwierigkeiten (Bürgerentscheid) wurden schließlich im Jahr 2007 die "Arcaden" in zentraler Stadtlage errichtet. Damit sollte auch der zunehmenden Abwanderung der Kunden nach Nürnberg oder zu einem großen Einkaufszentrum in Forchheim Einhalt geboten werden. Allerdings droht den Arcaden durch ein riesiges Einkaufszentrum, das in Herzogenaurach geplant ist, neue Konkurrenz.

Medien Bearbeiten

Die Erlanger Nachrichten (EN) sind die einzige Tageszeitung in Erlangen und haben damit nahezu ein Monopol, was Berichterstattung und Meinungsbildung angeht. Zwar liefert der Fränkische Tag in seiner Regionalausgabe für Höchstadt und Herzogenaurach auch lokale Nachrichten aus Erlangen. Im Umfang bleiben diese Berichte jedoch hinter denen der Erlanger Nachrichten zurück. Den überregionalen Mantel der Erlanger Nachrichten liefern die Nürnberger Nachrichten (NN) oder die Nürnberger Zeitung (NZ), deren Verlag „Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg“ sowohl EN als auch NN und NZ herausgibt. Der Erlanger Lokalteil wird zwar von einer eigenen Lokalredaktion in Erlangen betreut, jedoch seit 1999 vollständig in Nürnberg gedruckt.

Mit der monatlich erscheinenden Stadtzeitung „Was Lefft“, später kam der Untertitel "Worte statt Taten" hinzu, gab es seit Januar 1976 ein links ausgerichtetes Stadtmagazin, das lokalpolitische Themen und Fragen der Internationalen Politik behandelt. Anfang des neuen Jahrtausends beschloss der Trägerverein die Gründung der "raumzeit" als neue linke Monatszeitung für den Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen. Sie erscheint seit 2005 nur noch im Internet.

In Erlangen erscheint auch die Sprachzeitung Deutsche Sprachwelt des „Vereins für Sprachpflege“ (VfS), die vornehmlich gegen Anglizismen und die Rechtschreibreform kämpft.

Seit dem 1. Februar 1987 sendete Radio Downtown aus Erlangen. Der Sender brachte zunächst neun, später auf 16 Stunden eigenes Programm. Die Frequenz wurde am 3. Dezember 1995 von der NRJ Group für den Radiosender Energy Nürnberg übernommen.

Öffentliche Einrichtungen Bearbeiten

beispielsweise Behörden, Institutionen, Körperschaften etc.

Bildung Bearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

siehe unter Persönlichkeiten, Personen in / aus Erlangen

Dort werden ehemalige Bearbeiten

  1. Bürgermeister 
  2. Ehrenbürger 
  3. Söhne und Töchter der Stadt 
  4. Personen, die mit Erlangen in Verbindung stehen
  5. genannt

MedienBearbeiten

Statistisches Jahrbuch 2009 Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Inge Meidinger-Geise (Hrsg.): Erlangen 1950 - 1980. Ein literarisches Lesebuch. Hrsg. im Auftrag des Kulturreferates der Stadt Erlangen anlässlich der Erlanger Kulturtage 1982. Erlangen: Verlag Junge & Sohn, 1982, 160 S., ISBN 3-87388-000-8 [Beiträge von Ulf Abraham, Hans Bender, Wolfgang Buhl, Karl Corino, Klaus Peter Dencker, Heinz Ehemann, Hans Magnus Enzensberger, Elmar Hartstock, Koschka Hildenbrand, Walter Höllerer, Fitzgerald Kusz, Gerhard Liedtke, Jochen Lobe, Gabbo Mateen, Inge Meidinger-Geise, Jürgen Naumann, Hans Neubauer, Werner Nürnberger, Inge Obermayer, Klaus Roehler, Wolf Peter Schnetz, Godehard Schramm, Ginka Steinwachs, Eberhard Wagner und Michael Zeller]
  • Stephan Sohr: Spät wurde Hugenottenstadt ein Teil Bayerns – was kein Schaden war. Erlangen - Glücksfälle für die »Insel des Friedens«. In: Nürnberger Zeitung Nr. 162 vom 17. Juli 2010, S. 16 - NZ
  • pm: Kein Schaden: 200 Jahre gehört Erlangen zu Bayern. Ministerpräsident Horst Seehofer spricht bei einem Festakt vom »Glücksfall Erlangen« für die bayerische Geschichte. In: Erlanger Nachrichten vom 17. Juli 2010 - EN

Siehe auchBearbeiten

Weblinks Bearbeiten

  • Statistisches Material über Erlangen vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Statistik kommunal 2011
  • Wikipedia: Erlangen
  • GenWiki: Erlangen
  • Über Erlangen im Franken-Wiki (Diese Seite wurde zuletzt am 12. Mai 2013 um 14:25 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher , Aug. 2017, 59.207-mal abgerufen.Der Inhalt ist verfügbar unter der Lizenz Attribution-NonCommercial-ShareAlike-Lizenz.)

EinzelnachweiseBearbeiten

Karte Bearbeiten